ID #516

Fernwartung

Frage

Was ist Fernwartung und wird diese im Frankfurter Stadtnetz eingesetzt?

?Antwort:

Fernwartung beschreibt den Zugriff auf Computer (bzw. IT-Komponenten) aus der r?umlichen Ferne zur Durchf?hrung von Wartungs- und Reparaturarbeiten (zum Beispiel Konfiguration, Update, Installation) ohne direkten physikalischen Zugang zu den betroffenen Computern bzw. IT-Komponenten.

Im Unterschied zu der Fernunterst?tzung, die den tempor?ren Fernzugriff im Beisein eines Nutzers an der fernen Komponente meint, ist eine Fernwartung ohne Beisein des IT-Beauftragten durchf?hrbar.

Fernwartung im IT-Support hilft Termine vor Ort einzusparen und dadurch letztlich Aufwands- und Reaktionszeiten zu verk?rzen. Der Aufwand f?r den Dienstleister reduziert sich um die Weg- bzw. Anreisezeiten; f?r den Nutznie?er des Supports verk?rzt sich dadurch die Wartezeit und damit die Ausfallzeit der IT-Infrastruktur. Die Fernwartung schafft also Vorz?ge auf beiden Seiten (Dienstleister und Kunde) und ist daher ein wichtiger Baustein eines leistungsf?higen und wirtschaftlichen Support-Konzepts.

Um IT-Komponenten aus der Ferne warten zu k?nnen, muss die Komponente neben der physikalischen Verbindung ?ber das Netzwerk (Ethernet) einen Zugriff (Anmeldung und Steuerung) ?ber eine externe Schnittstelle erlauben. W?hrend in hochprofessionellen IT-Komponenten Fernwartungsm?glichkeiten oft bereits in der Hardware implementiert sind, werden sie im Home- und SOHO-Bereich (aus welchem die in den Schulen eingesetzten Ger?te stammen) i.d.R. mittels Software-Komponenten gew?hrleistet. Um eine Fernwartung durchf?hren zu k?nnen, wird also eine spezielle Software-Komponente ben?tigt. Die Microsoft-Betriebssysteme seit Windows 2000 Server besitzen zu diesem Zweck die sogenannten ?Terminal-Dienste? (der Zugriff erfolgt ?ber die Komponente ?Remotedesktopverbindung?). Eine unabh?ngige f?r alle Betriebssystem-Plattformen verf?gbare Software-Komponente ist ?VNC? in seinen verschiedenen Auspr?gungen. VNC ist zwar flexibler in der Anwendung, steht jedoch in Performance und Betriebssystem-Integration den Terminal-Diensten naturgem?? nach.

Ein Hinweis zum Datenschutz: Der unbemerkte Zugriff auf einen Computer weckt bei vielen Menschen Bef?rchtungen des ?gl?sernen Users?. F?r die Fernwartung in Frankfurter Schulen verf?gen alle Beteiligten ?ber eine entsprechende Erkl?rung (hier: Datenschutzerkl?rung), die sie zu sorgf?ltigem Umgang mit personenbezogenen Daten verpflichtet. Dar?ber hinaus wurden und werden sie in entsprechenden Fortbildungen zu Themen des Datenschutzes sensibilisiert. Bei der Fernunterst?tzung verhindert zus?tzlich eine vorherige Freigabe durch den Nutzer den unwissenden Zugriff.??

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Fernwartung in Frankfurter Schulen

In den Frankfurter Schulen erfolgt der Fernzugriff zur Fernwartung (durch fraLine), wegen des fast ausschlie?lichen Einsatzes von Microsoft-Betriebssystemen, meist ?ber die ?Remotedesktopverbindung?. Nur ?ltere (noch unterst?tzte) Betriebssysteme (Windows NT4) werden mittels VNC aus der Ferne gewartet.

Das Frankfurter Stadtnetz bietet mit seinem Schulnetz, einem gemeinsamen aber nach au?en abgeschirmten breitbandigen Netzwerk, optimale Vorraussetzungen f?r die Durchf?hrung von Fernwartung. Innerhalb des p?dagogischen Schulnetzes unterliegt die Kommunikation keinen Beschr?nkungen (im Gegensatz zur Kommunikation mit dem Internet), so dass sowohl die von der Remotedesktopverbindung als auch die von VNC verwendeten Netzwerkprotokolle (VNC und RDP) einsetzbar sind. Die Auslegung des Schulnetzes als lokales geschlossenes Netz vereinfacht die Konfiguration der Verbindungen erheblich und minimiert Sicherheitsrisiken. Fernwartung in diesem Netz kann nur durch dessen Mitglieder vorgenommen werden. Neben den Schulen z?hlen dazu das Amt f?r Komunikations- und Informationstechnik (Amt 16), das Stadtschulamt und fraLine.

Im Sinne einer effizienteren und schnelleren Unterst?tzung der Schulen, setzt fraLine verst?rkt auf Fernwartung, nachdem in den letzten Jahren einige wichtige Voraussetzungen geschaffen werden konnten (zum Beispiel weitergehende Standardisierung und Vorbereitung der Komponenten und Netze). So wurden zum Beispiel zus?tzlich zu den bisher eingesetzten Supportangeboten spezielle Fernwartungsarbeitspl?tze mit Anschluss an das p?dagogische Netz eingerichtet. Im t?glichen Schulsupport k?nnen dadurch viele technische Fragen schneller bearbeitet oder auch St?rungsmeldungen von einem fraLine-Mitarbeiter umgehend gesichtet sowie qualifiziert und oft auch direkt gel?st werden, ohne dass ein Termin vor Ort in der Schule n?tig wird. Selbstverst?ndlich l?sst sich jedoch nicht jeder Vor-Ort-Termin mittels Fernwartung einsparen.

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Grenzen der Fernwartung in der schulischen IT-Infrastruktur

Hinderlich f?r die Fernwartung der Client-Systeme, also Sch?ler- und Lehrer-PCs, ist ?der (noch) wichtige fl?chendeckende Schutz der PCs durch Schutzsysteme wie DKS-Drive (oder der RebornCard von Signal Computer), welcher in diesem Fall gew?nschte ?nderungen an den Systemen verhindert. Hier werden derzeit noch Zwischenl?sungen eingesetzt und es sind weitere Entwicklungen notwendig. Die Fernwartung der Server-Systeme hingegen wird bereits problemlos umgesetzt.

Um auch an einem Sch?ler- oder Lehrerrechner Wartungsarbeiten aus der Ferne durchf?hren zu k?nnen, wird sich noch h?ufig mit der Fernunterst?tzung beholfen, welche einen aktiven Nutzer am betreffenden System ben?tigt.

Im Schulnetz eingesetzte VNC-Derivate: realVNC, TightVNC, UltraVNC

Die wichtige Frage nach Datenzugriffsm?glichkeiten bei einer Fernwartung wird in der FAQ ?Datenzugriffsm?glichkeiten von Administratoren bei Fernadministration? behandelt.

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Tags: Fernadministration, Fernwartung, RDP, VNC
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